Sinusitis

Sinusitis ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, meist durch Infekte oder allergische Reaktionen ausgelöst. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen für Gesichtsschmerz, Druckgefühl im Kopf, Geruchsstörungen und behinderte Nasenatmung. Neben akuten Infekten können chronische Spannungsmuster im Gesicht, Kiefer und Nacken eine dauerhafte oder wiederkehrende Sinusitis begünstigen – und genau hier setzt das CRANii® Konzept an.

Die Nasennebenhöhlen im Überblick:

Stirnhöhle (Sinus frontalis) – über der Augenbraue

Kieferhöhle (Sinus maxillaris) – im Wangenbereich

Siebbeinzellen (Sinus ethmoidalis) – zwischen Nase und Auge

Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) – tief im Schädel hinter der Nase

Alle Nebenhöhlen sind über kleine Kanäle (Ostien) mit der Nase verbunden und werden durch Schleimhaut, Flimmerepithel und Luftstrom belüftet. Kommt es zu einer Entzündung oder Blockade, staut sich Schleim, Druck entsteht – der klassische Sinusitis-Schmerz. Hier setzt CRANii® an den funktionellen Ursachen an.

 

Ursachen

1. Spannung im Gesicht

Muskelverspannungen und Faszienverhärtungen im Gesichtsbereich können die Nasennebenhöhlen mechanisch belasten und die Schleimhautfunktion stören.

 
2. Fehlfunktion des Zwerchfells

Eine eingeschränkte Atemmechanik durch Zwerchfellfehlfunktion reduziert die natürliche Belüftung der Nebenhöhlen.

 
3. Fehlhaltung von HWS/BWS

Haltungsstörungen in Hals- und Brustwirbelsäule können die Entwässerung der Nasennebenhöhlen beeinträchtigen und somit Stauungen und Druck auf die nasopharyngealen Drainagewege fördern.

 
4. Schädelnähte

Schädelnähte (z. B. Os frontale, Os maxillare) können die Flexibilität der Knochen reduzieren und damit den Druckausgleich in den Nebenhöhlen erschweren.

 
5. Gestörte Zungenlage

Eine falsche Zungenposition beeinflusst die Belüftung und Drainage der Nasen- und Rachenräume negativ und beeinträchtigt die Gaumen-Zungen-Dynamik.

 
6. Chronisch-mundoffene Haltung mit gestörter Atemmechanik

Offener Mund und ineffiziente Atmung beeinträchtigen die Nasenfunktion und fördern Schleimhautreizungen.

 

Symptome

  • Druckgefühl in Stirn, Nase, Wange oder hinter dem Auge
  • Kopf- oder Gesichtsschmerzen, v. a. beim Bücken
  • Verstopfte oder rinnende Nase
  • Verlust von Geruch/Geschmack
  • Zahnschmerzen (v. a. bei Kieferhöhlenentzündung)
  • Müdigkeit, Konzentrationsstörungen
  • Chronischer Husten oder Kloßgefühl im Rachen

 

CRANii®-basierte Therapiebausteine

  • Manuelle Lymphdrainage & Gesichtsmobilisation
  • Faszienmassage der Stirn-, Wangen- und Nasenregion
  • Training der Nasenatmung & Atemmuskulatur (v. a. Zwerchfell)
  • Mobilisation der Gaumen-, Zungen- und Rachenregion
  • Haltungsarbeit der HWS zur Drainageoptimierung
  • Vagale Aktivierung zur Entzündungsregulation

 

Prävention – was du tun kannst

  • Bewusste Nasenatmung üben
    Regelmäßiges Atmen durch die Nase unterstützt die natürliche Belüftung und Reinigung der Nasennebenhöhlen.
  • Haltung und Kopfzentrierung verbessern
    Eine aufrechte Haltung entlastet die Halswirbelsäule und fördert den Abfluss der Nasensekrete.
  • Regelmäßige Faszien- und Muskelpflege im Gesicht, Kiefer und Nacken
    Durch Lockerungs- und Dehnübungen können Spannungen reduziert werden, die auf die Nebenhöhlen wirken.
  • Vermeidung chronisch-mundoffener Haltung
    Auf eine entspannte Kiefer- und Zungenposition achten, um die Atemmechanik optimal zu unterstützen.
  • Stress reduzieren und Atembewusstsein stärken
    Stress wirkt sich negativ auf die Atemmuster aus und kann so die Nasenfunktion beeinträchtigen.
  • Ausreichend Flüssigkeit trinken
    Genügend Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und unterstützt den Schleimtransport.

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  1. Fokkens, W. J. et al. (2020)European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps 2020 (EPOS2020). PubMed

  2. DeConde, A. S. & Soler, Z. M. (2016)Chronic rhinosinusitis: Epidemiology and burden of disease. PubMed

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  9. Leunig, A. (2021)Rhinosinusitis und Polyposis nasi: Diagnostik – Therapie – Nachsorge. Springer

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